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  Henschel Straßenwalzen

Carl Anton Theodor Henschel erkannte nach dem Ersten Weltkrieg, dass eine Programmerweiterung für sein Unternehmen nötig war, und nahm 1924 die Fertigung von Dampfstraßenwalzen auf. Obwohl die US-Militärregierung schon 1945 die Genehmigung zur Wiederaufnahme der Baumaschinenfertigung aussprach, wurde erst 1950 die erste Nachkriegswalze gebaut. In den 18 Jahren bis zur Produktionseinstellung 1968 wurden gut 1400 Exemplare gebaut. Davon ging etwa ein Fünftel in den Export. Die Aufgabe dieses Produktionszweiges erfolgte im Rahmen der Sortimentsbereinigung nach der Kooperation mit Hanomag.

Technische Daten      
Dampfwalzen
1930er bis 1950er Jahre
  Da lacht das Herz eines Henschelaners: In Mook bei Nijmegen in Holland entdeckte Toon Nelissen diese Dampfwalze. Die Maschine steht bei einem Baumaschinenhändler als Denkmal auf der Wiese. Die Konkurrenz im Nacken? Hinter der alten Dame stehen moderne Hamm Walzen.
 
  Die Dampfwalze der Firma Riede in Kassel steht seit Jahrzehnten vor dem Firmensitz. Die Walze aus der Produktion von Henschel wurde 1936 mit der Fabrik-Nr. 3781 gebaut. Die 1950 gebaute Dampfwalze der Straßenbaufirma Höhne musste im Juli 2006 zwangsversteigert werden. Hoffentlich nicht an einen Schrotthändler! 2004 musste diese Walze im Rahmen einer Insolvenz ihren langjährigen Standplatz in Elbrinxen verlassen. 2006 ist sie in England unter Dampf wieder aufgetaucht. Als allerletzte Dampfwalze von Henschel wurde sie 1953 gebaut.
   
  Leider nur mit einer Handy-Kamera aufgenommen: Eine 1939 gebaute Dampfwalze steht bei der Firma Matthäi in Verden als Denkmal. Das Prachtstück in der Seitenansicht. Auffällig ist der Heckaufreißer mit seiner Halterung an der Hinterachse.  
   
  Nicht nur neu bei bagger-und-bahnen, sondern auch neu in Sammlerkreisen: Die bislang unbekannte Henschel Dampfwalze Nr. 5032 von 1950. Die DaW25 wurde 2007 entdeckt und wird derzeit betriebsfähig aufgearbeitet. Das Bild vom Kessel wurde im April 2008 aufgenommen.  
Dreiradwalzen
1950er und 1960er Jahre
MW 35, MW 40, MW 80
  Das gezeigte Exemplar einer 1958 gebauten MW 35 konnte bei einem Nutzfahrzeughändler in Greding fotografiert werden. Aus dem Jahr 1955 stammt diese schöne Motorwalze, die bei einer Straßenmeisterei in der Nähe von Würzburg als Denkmal aufgestellt war. In Mindelheim stehen zwei
Henschel-Walzen einträchtig nebeneinander: Links eine
MW 80 von 1964, rechts ein Vorgängermodell MW 40 von 1958.
 
  Die Firma Cohrs aus Neu Wulmstorf hat eine 1955 gebaute MW 40 als Denkmal und Blickfang aufbewahrt. Markant ist auch die Frontansicht der MW 40, bei der auch die geringe Breite der Walze auffällt. Und auch bei Händlern stößt man auf Henschel Walzen. Diese könnte man 2007 kaufen.
 
  Vor einem Ausbildungszentrum für Baugeräteführer steht diese Henschel-Walze als Denkmal. Interessant sind der seitliche Einstieg und die außen angebrachte Zahnstangenlenkung. 1964 wurde diese MW 80 gebaut. Seit einigen Jahren wartet sie in Mindelheim auf einen neuen Besitzer.
 
  Aus dem Jahr 1968 stammt diese MW 80, die im Juni 2005 auf einer Autobahnbaustelle bei Hilpoltstein noch ihr Gewicht einsetzen kann. Die Maschine hat gute Chancen, zum Zeitpunkt der Aufnahmen die letzte aktive Henschel-Walze gewesen zu sein. In Schleswig-Holstein wurde diese Walze neben einem alten Grader als Denkmal aufgestellt. Der leichte Buckel über der Vorderwalze und das wannenförmige Schutzdach sind ein deutliches Merkmal dieser Serien, die als MW 80 und MW 100 verkauft wurden.
 
  Die Interessengemeinschaft zur Erhaltung historischer Fahrzeuge e.V. Wilhelmshaven sammelt Schiffe, Autos, Lkw, Baumaschinen und Eisenbahnen. Diese MW 80 von 1967 gehört ebenfalls zur Sammlung. Die Walze ist voll betriebsfähig, soll aber in absehbarer Zeit eine Aufarbeitung bekommen. Vor ihrer Verschrottung stand diese 1965 gebaute Walze im Jahr 2003. Die Abstellzeit sieht man ihr an, sie hat schon Grünspan angesetzt.
 
  1964 baute Henschel diese Walze, die heute einem Unternehmen in Luxemburg gehört. Trotz einiger Schäden macht die Walze noch einen sehr guten Eindruck. Das eingerissene Dach lässt die Kunststoff-Bauweise erkennen. Auch Alexis Häberle stattete der Walze einen Besuch ab und fotografierte sie.
 
  Eine Henschel-Walze aus den frühen fünfziger Jahren fotografierte U. Böge 2006 in Tornesch. Ohne Schutzdach wirkt die Henschel MW 80 viel kleiner und dieses Exemplar von 1964 könnte zudem etwas neue Farbe gebrauchen. Ob diese Henschel-Walze so
schwer ist, dass sie im Boden einsinkt? Fakt ist, dass die Dieselwalze schon länger bei einer Baufirma am Hafen Hille abgestellt ist.
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