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 Home News und Infos Baumaschinen Demag Vorkriegsbagger und 300er Reihe

Logo DEMAGVom Vorkriegs-Seilbagger E 30 bis zum elektrischen Steinbruchbagger B 323 finden Sie hier die älteren Generationen von Demag-Seilbaggern auf Kettenfahrwerken.

Keine Chance für den Schneidbrenner
Im Herbst 2001 sieht es noch nicht nach Rettung aus. Der Bagger im Busch wird transportbereit gemacht. Die Ketten müssen sicher nachgespannt werden. Sicher auf dem Tieflader angekommen! Diesen Bagger kann man übernehmen!


Mit 69 Jahren musste er noch einmal umziehen: Ein DEMAG E 30 von 1934.

Unterschleißheim, 14. Oktober 2003 - Schon seit einiger Zeit hatten die beiden Baggersammler Wolfgang Rube und Robert Golling ein Auge auf einen der drei letzten existierenden E 30 geworfen, der seit Jahrzehnten auf dem Gelände des ehemaligen Quetschwerks Hickl in Unterschleißheim bei München stand und von der Natur längst in Beschlag genommen worden war. Damit das seltene Stück nicht beim Schrotthändler endet, wurde am 14. Oktober 2003 die Rettungsaktion gestartet und in vierstündiger harter Arbeit durchgezogen. Kran, Tieflader und die Baggerspezialisten standen bereit, den Bagger aus dem Gebüsch zu befreien und zunächst zu einem geschützten Standplatz zu transportieren.
Im Sommer 2006 fand sich mit der Firma Seibold ein neuer Besitzer für den Oldtimer. Im Ersten Deutschen Baumaschinen-Museum ist er seitdem als einer der ältesten erhaltenen Bagger zu sehen. Die Aufnahme rechts unten zeigt ihn dort nach seiner Aufstellung.

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Stillleben mit der Auslegerspitze. Das Blech sieht schlimmer aus, als es ist. Zwanzig Jahre Standzeit. Die Stirnscheibe wurde irgendwann modernisiert.

bagger-und-bahnen dankt Stefan Bongartz für die Fotos sowie Wolfgang Rube und Robert Golling für die Erlaubnis, von der Verladung berichten zu dürfen!

 

 E 30
 
 Bauzeit: ca. 1934 bis 1940;
 Gewicht: 25 t;
 Kübelinhalt: 0,6 m³;
 Motor: 4-Zyl. von MWM
Dieser E 30 aus dem Jahr 1934 gehörte einem Quetschwerk in Unterschleißheim. Als das Werk geschlossen wurde, blieb der 25-Tonnen-Bagger einfach stehen. Deutschlandweit sind drei Maschinen dieses Typs erhalten geblieben. Der zweite erhaltene Einmotorenbagger E 30 zeigt eine andere Fensterform und ist ebenfalls unrestauriert. Vor Jahrzehnten gehörte der Bagger der Münchner Firma Knoll (März 2002).  
 Bauzeit: 1950 - ?;
 Greiferinhalt: 0,4 m³
1993 sah E. Weber noch einen Vertreter des kleinsten Demag Seilbagger-Typs in Berchtesgaden. Von Oktober 2001 bis August 2004 fristete dieser Demag B 304 aus dem Jahre 1951 seine Zeit auf einem Schrottplatz. Dann wurde der kleine Seilbagger mangels Kaufinteressenten verschrottet.  Er war nach seiner letzten TÜV-Prüfung 1987 kaum noch bei seinem letzten Besitzer, der eon-Kraftwerks-Gruppe, im Einsatz.
 B 304
 B 304 S
 
  Er wurde 53 Jahre alt: Im August 2004 zeugte nur noch das Fahrwerk mit der Bodenplatte vom B 304. So großzügig verglast war der B 304 in seiner letzten Bauform. Der sehr gut erhaltene Bagger befindet sich seit Sommer 2003 in Sammlerhand.  
 Bauzeit: 1950 - ?;
 Leistung: 50 PS;
 Greiferinhalt: 0,6 m³
Ein B 306 aus der vorletzten Bauserie, der im bayrischen Dorfen überlebt hat. Im Kontrast zum angerosteten Blech fallen die später eingebauten Alufensterrahmen deutlich auf. Nur einige Fenster besitzen noch die ursprünglichen Gummifassungen (Januar 2002). Dieser B 306 wurde schon länger nicht mehr eingesetzt. Das dünne Blech gibt dem Rost viele Möglichkeiten, sich auszubreiten.
 Bauzeit: 1958 bis ca. 1968;
 Leistung: 110 PS;  
 Motor: 6-Zylinder-Deutz, luftgekühlt,  luftgesteuert;
 Gewicht: 33-40 t (je n. Ausrüstung);
 Löffelinhalt: 1,2 m³;
 Kübelinhalt: 0,8 m³;

 
  Ein wirklich gut erhaltener Demag BL 312 befand sich bis zum Sommer 2004 noch bei Aschaffenburg. Dann wurde er kurzfristig verschrottet (August 2002). Dirk Moeller fotografierte den im Grünen "geparkten" Bagger bereits 2001, als der Ausleger noch aufgerichtet war. Auch dieses Bild zeigt den Aschaffenburger BL 312, der Fotografen geradezu angezogen hat.
 BL 312
  Bei Neuburg an der Donau steht ein weiterer BL 312, der zwar nicht mehr genutzt wird, aber noch in recht gutem Zustand ist. Dieser BL 312 konnte im September 2001 nördlich von München in einem modernen Industriegebiet entdeckt werden, in dem nur diese Grube noch nicht profitabel verbaut wurde. Schon vor längerer Zeit hielt E. Weber diesen BL 312 in Neckarzimmern fotografisch fest.
 
 Bauzeit: bis 1969;
 Löffelinhalt: 1,5 m³
Bei Holzminden wird dieser Demag  BL 315 aus den sechziger Jahren noch heute eingesetzt. Peter Gees entdeckte ihn im November 2001 und hielt ihn für die Nachwelt fest (linkes Bild). Auch im Mai 2002 war der Bagger noch zu finden. Besonders viel hat er zuletzt wohl nicht gefördert, wenn man den kleinen Kieskegel sieht.  
 BL 315
 
  Wurde 2003 zum Schiffsumschlag wieder in Betrieb genommen: BL 315 an der Mosel. Ja, es wurde was daraus! 2006 steht der Bagger mit Ausleger an einer Umschlagstelle für Baustoffe. Das Graffiti hat sich über die Jahre gehalten.  
  Volltreffer! E. Weber besuchte im Mai 2004 eine Sandgrube, in der neben einem Demag BL 312 und einem B 418 auch drei (!) große BL 323 eingesetzt werden. Alle Bagger dieser Firma präsentieren sich in hervorragendem optischen und technischem Zustand und werden vom Personal gerne gefahren. Als Extra war für den BL 323 ein fünfachsiger Unterwagen erhältlich, mit dem der dritte Bagger dieser Firma ausgestattet ist. Auch hier fällt der hervorragende Pflegezustand des über vierzig Jahre alten Baggers auf.
 BL 323
   
  Auch im Mai 2007 wurden die BL 323 noch eingesetzt. E. Weber fotografierte eines der Geräte.    
 BL 323
  Schon lange steht der BL 323 neben der Bundesstraße 505 in einer stillgelegten Sandgrube. M. Baumann stattete dem Bagger einen Besuch ab und machte diese Aufnahmen. Blick auf die Winde und die ungewöhnliche Bauweise der Kabine.
 B 323
 Leistung: 180 PS (Diesel) / 130 KW  
 (Elektro);
 Löffelinhalt: 2,3-2,5 m³
Nicht mehr ganz original im Aufbau, aber dennoch als B323 zu erkennen ist dieser Bagger, der an Weihnachten 2005 fotografiert werden konnte. Von schräg hinten macht der Oldtimer noch einen ganz passablen Eindruck. Schade, dass solche großen Bagger kaum museal erhalten werden können. Bereits 1970 fotografierte L. Helmschrott diesen mechanisch gesteuerten Demag-Hochlöffelbagger mit Elektroantrieb vom Typ B 323. In die mächtige Schaufel passen 2,3 cbm Inhalt! 
       
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