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Nobas und Baukema Seilbagger

Nordhäuser Bagger- und Stahlbau - kurz NOBAS - hat zu DDR-Zeiten unter dem Namen VEB Schwermaschinenbau Nordhausen unter anderem Seilbagger hergestellt. Auch nach der Wiedervereinigung gehören Seilbagger zum Angebot des Unternehmens, das jetzt unter dem Dach der Papenburg-Gruppe angesiedelt ist. Bemerkenswert ist die bei Nobas angebotene, patentierte Zusatzabstützung zur Erhöhung des Lastmoments, die auch am Fahrwerk des unten gezeigten UB 1254 vorhanden ist.

 UB 75
   
  Ein Nobas Universalbagger UB 75 der Bauserie ab 1951, dessen Konstruktion vom O&K L3 abgeleitet ist. 1959 arbeitet der Bagger mit Tieflöffel im Gottleubatal bei Dresden. (Slg. Lerch)    
 UB 80
 Bauzeit: 1960-1965;
 Gewicht: 33 t;
 Leistung: 102 PS;
 Löffelvolumen: 0,8 m³
Eine sehr erfolgreiche Nobas-Reihe stellten die Bagger UB 80 bis UB 83 dar, die von 1960 bis 1969 angeboten wurden. E. Weber hatte nach der Wende die Möglichkeit, ein Exemplar mit Hochlöffel sowie eines mit Tieflöffel zu fotografieren. Auch in der DDR waren Tieflöffelbagger in den achtziger Jahren selten geworden. Die Mangelwirtschaft ließ es aber nicht immer zu, den Baukombinaten neuere Geräte zur Verfügung stellen zu können. Dieser Nobas UB 80 mit Hochlöffel hat es auf den Denkmalsockel geschafft. E. Weber fotografierte den schön hergerichteten Bagger. M. Kranert kennt den Bagger aus eigener Erfahrung und konnte zur Aufklärung über den Typ beitragen.
 UB 83
   
 Bauzeit: 1960-1965;
 Gewicht: 30 t;
 Leistung: 102 PS;
 Löffelvolumen: 0,8 m³
O. Betker verdanken wir diese Heckansicht eines UB 83, der 1965 gebaut wurde. Im selben Jahr wurde der Baggertyp stärker motorisiert und erhielt die Typenbezeichnung UB 1013. Im Gegensatz zum UB 80 wurden beim UB 83 breitere Ketten verwendet.    
 UB 160
   
 Bauzeit: 1953-1957;
 Gewicht: 45 t
Schon 1963 wurde der Nobas UB 160 im Tagebau Kocherfeld in Trusetal bei Schmalkalden aufgenommen. Der Bagger wurde von Nobas zwischen 1953 und 1957 angeboten und damals mit einem Dieselmotor von Buckau-Wolff ausgerüstet.    
 UB 1212
 
 Bauzeit: 1968 - ?
Ein UB 1212 konnte von O. Betke im Sommer 2003 in Neubrandenburg fotografiert werden. Beim Blick von hinten fällt der nach oben leicht eingezogene Aufbau auf. Außerdem wirkt der Bagger eckiger als seine Vorgänger, wie der oben gezeigte UB 83.  
 UB 1212
 
  Neben der modernen Konkurrenz im Hintergrund wird der UB 83 in Berlin immer noch benötigt. Im Januar 206 muss allerdings auf wärmere Temperaturen gewartet werden. Ordentlich auf Holzbohlen und mit festgemachtem Greifer wartet der UB 83 auf das Ende der Frostperiode.  
 UB 1252/1
 Bauzeit: 1983-1991;
 Stückzahl: ca. 440;
 Gewicht: 36 t
Unter dem Firmennamen VEB Schwermaschinenbau Nordhausen wurde dieser UB 1252/1 im Jahr 1987 gebaut. Im November 2001 steht der Bagger als Reserve für einen Demag B 410 einsatzbereit nahe Wörth an der Isar. Der teilhydraulische UB 1252/1 wurde auch in den Westen exportiert, wobei meist der Name Baukema an den Maschinen erschien. Bei Veltheim konnte so ein Bagger 2001 fotografiert werden. Im Spätherbst 2004 hat ein niederbayrisches Kiesunternehmen diesen 1989 gebauten UB 1252/1 aus der Schweiz gekauft.
 UB 1254
Nobas in München  
  Ein moderner Nobas UB 1254 der Firma Dähne wird seit Sommer 2001 beim U-Bahn-Bau in München eingesetzt. Mit angesetzten Halterungen und einem Schlitzwandgreifer ist der im Jahre 1992 gebaute  Bagger hoch spezialisiert ausgerüstet.  
 UB 1254
 
  Paul Wüest konnte diesen 1993 gebauten Nobas UB 1254 in der Schweiz fotografieren. Die Kabine weicht vom oben gezeigten Bagger ab. Sehr gepflegt und attraktiv lackiert war der Bagger auf einer Brunnenbaustelle in Thun im Einsatz.  
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