Zemag Seilbagger
aus Zeitz
Diese Seite wurde
freundlicherweise von Gerd Lintzmeyer erstellt!
Das Unternehmen wurde 1855 als Maschinenbauanstalt
und Eisengießerei
gegründet. Mit Fertigung der ersten leistungsfähigen
Brikettpresse 1893 entwickelte es sich zu einem Spezial-Industrieunternehmen, das
ausschließlich Ausrüstungen für
Braunkohlenbrikettfabriken projektierte und herstellte.
Zum damalige Sortiment gehörten vor allem
Brikettpressen, Röhrentrockner, Hammerbrecher,
Brechwalzwerke, Förderbänder und die für
den Bau von Brikettfabriken erforderlichen Stahlkonstruktionen.
Nach dem 2. Weltkrieg
wurde das Unternehmen ab 1946 als SAG-Betrieb unter sowjetischen
Generaldirektorat geführt und 1954 in einen volkseigenen Betrieb
mit dem Namen VEB Zemag Zeitz (VEB Eisengießerei und Maschinenfabrik
Zemag Zeitz) umgewandelt, der sich insbesondere mit dem Bau von
kompletten Brikettfabriken in der DDR, Ungarn,
Tschechoslowakei und Bulgarien, Teilanlagen in der UdSSR,
Polen, Rumänien profilierte. Ab 1960 erfolgte nach einer
langfristigen
Vereinbarung zwischen der DDR und der UdSSR zur Lieferung
von ca. 2000 Universalbaggern der 2-m³-Klasse bis zum
Jahre 1970 die Entwicklung
und Konstruktion des Universalbagger UB 162
durch ein Entwicklungsteam Nobas Nordhausen
und Zemag Zeitz, nachdem Zeitz als Produktionsstandort
bestimmt worden war. Von diesem Seilbaggertyp und seinen Weiterentwicklungen
wurden bis 1990 insgesamt 3901 Geräte in Serienfertigung produziert und größtenteils (in 27 Länder) exportiert. Das Unternehmen gehörte dem VEB
Schwermaschinenbaukombinat TAKRAF Leipzig an.
2005 wurde die Zemag GmbH im Rahmen eines Insolvenzverfahrens aufgelöst.
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UB 162
UB 162-1
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Bauzeit UB 162: 1962-1964;
Bauzeit UB 162-1: 1966- 1978;
Dienstmasse: 62 t;
Leistung: 204 PS;
Hochlöffelinhalt UB 162: 1,6 m³;
Hochlöffelinhalt UB 162-1: 2,0 m³;
Zugschaufelinhalt: 1,25 m³
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Der Bagger arbeitete insbesondere im
harten Felseinsatz in Steinbrüchen, hier beim Bau der Ohratalsperre.
Er war auf Hochlöffel-, Tieflöffel-, Greifer-, Zugschaufel- und
Kranbetrieb 20 t (mit Freifallsenken) umrüstbar. |
Der UB 162 wurde nach den
Einsatzerfahrungen konstruktiv überarbeitet und als UB 162-1 zwölf
Jahre lang angeboten. Der Bagger konnte auch als Kran mit
kraftschlüssigem Senken ausgerüstet werden. |
Zugschaufelausrüstung nannte man in der
DDR die in Westdeutschland als Schleppschaufel oder Schürfkübel
bekannte Ausrüstung. |
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UB 162
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Dieser UB 162 mit Tieflöffelausrüstung
mit Schneide belädt einen dafür etwas kleinen IFA-Lkw. |
Ein UB 162 mit Greiferausrüstung. |
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UB 162-1
ZEMAG S 2500
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UB 162-1
Gewicht mit Kranausrüstung:
30 t ;
max. Auslegerlänge:
24 m S 2500
Gewicht mit Kranausrüstung
40 t;
Leistung: 335 KW;
max. Auslegerlänge:
32 m
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Mit dem umschaltbaren
Untersetzungsgetriebe war der Kranbetrieb bis 30 t mit
kraftschlüssigem Senken möglich. Das Bild zeigt einen UB 162-1 im
Einsatz im Braunkohlentagebau Profen. |
Ein UB 162-1 im Einsatz mit
Bohrausrüstung in Rumänien. |
Unter der Bezeichnung Zemag S 3500 wurde von der
belgischen Firma Lactaver der Oberwagen des UB162-1 bzw. UB 1412 mit
Caterpillar-Dieselmotor als Trägergerät für alle
Ausrüstungsvarianten vertrieben. Der Unterwagen wurde mit
Traktorenlaufwerk ausgeführt. |
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UB 266
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Bauzeit:
1966-1970;
Dienstmasse: 64 t;
Leistung: 204 PS;
Hoch-Löffelinhalt: 2,0 m³
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Der UB 266 ist eine Weiterentwicklung
des UB 162-1 für Einsatztemperaturen bis -40 °C als "Kältebagger"
und wurde vorwiegend mit Hochlöffel- und Kranausrüstung gebaut.
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Das Bild zeigt das zweite Mustergerät
1966 bei der Einsatzerprobung in einem Steinbruch in Workuta/ UdSSR, der berüchtigten Stadt der
Deportierten und Verbannten über dem nördlichen Polarkreis. |
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UB 1411
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Bauzeit: 1975
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Der UB 1411 wurde als Trägergerät
insbesondere für Greifer-, Zugschaufel- und Kranausrüstung bis 40 t, max.
Auslegerlänge 46 m und Traktorenlaufwerk als Ablösegerät des UB 162-1
vorgesehen. |
Die Erprobung des Mustergerätes mit
Kranausrüstung erfolgte im Werk, eine Serienfertigung wurde aus
Kostengründen nicht durchgeführt. |
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UB 1412
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Bauzeit: 1978-1990;
Dienstmasse: 56 - 63 t;
Leistung: 158 KW;
Hoch-Löffelinhalt: 2,0 m³;
Zugschaufelinhalt: 1,25-2,0 m³;
Greiferinhalt: 1,25-1,6 m³
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Die Erkenntnisse der Erprobung des UB
1411 führten letztendlich zur Entwicklung des UB 1412, dessen
Serienfertigung den UB 162-1 ablöste. Er wurde bis 1990 gefertigt.
Äußerlich ist er durch die hydraulisch klappbaren Seitenpodeste zu
erkennen. |
In der Version mit
Zugschaufelausrüstung mit Zähnen und Auslegerlängen bis 18 m war der
UB 1412 in der Kies- und Sandgewinnung eingesetzt. |
Ein UB 1412 mit Greiferausrüstung beim
Beladen eines Muldenkippers. |
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UB 1412-1
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Dienstmasse:
63 t;
Leistung: 158 KW;
Hoch-Löffelinhalt: 2,0 m³
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UB 1412-1 im Einsatz beim Talsperrenbau
Goldisthal in Thüringen. Diese Modifizierung des UB 1412 zeichnete
sich durch verbesserte Zuverlässigkeit und geringeren
Wartungsaufwand aus. |
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UB 1413
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Schleifringläufermotor
Leistung: 160 KW;
Fremdstromanschluss: 380 V, 50 Hz
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Ein UB 162-1 in Haldensleben in der
Ausführung mit elektromechanischem Antrieb. Der für Serienfertigung
entwickelte UB 1413 mit elektromechanischem Antrieb wurde nur als
Prototyp gefertigt und u.a. in Caaschwitz erprobt. |
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